Blick in die Zukunft
Die Bildungsinitiative "Schule im Netz PPP – SiN" hat in den letzten zwei Jahren einen wichtigen Impuls für eine zügige Integration der ICT im Unterricht gegeben. Obwohl die hauptsächliche Finanzierung durch die Kantone und die Gemeinden erfolgt, nimmt der Rückzug des Bundes Ende 2003 der Initiative PPP – SiN den Schwung.
Fehlende Mittel |
Die Auswirkungen, die durch diese und weitere, noch bevorstehende Sparmassnahmen verursacht werden, sind schwer abzuschätzen. Auch die Kantone unterstehen einem enormen Spardruck und der Bildungsbereich wird von den geplanten Massnahmen kaum verschont bleiben.
Die wenig erfreulichen bildungspolitischen Aussichten werden indessen den einmal begonnenen Prozess der Integration der ICT im Unterricht nicht völlig aufhalten können. Was geschieht aber mit den geplanten Ausbildungsgängen, die im Kaskadenprinzip weitere Lehrpersonen für die Integration der ICT in den Unterricht vorbereiten sollen? Wird die im Gesetz festgeschriebene Nachhaltigkeit dieser Projekte trotz gekürzter Bundessubventionen erreicht werden können?
Umorientierung |

Die Jahre 2004 und 2005 werden allen Bildungsverantwortlichen dazu dienen, sich mit den verfügbaren Mitteln neu zu orientieren. Im Bereich der Infrastruktur bleiben die Angebote der Privatwirtschaftspartner vorerst bestehen. Die Initiative "Schule im Netz" hat für den Bereich der Ausbildung der Lehrpersonen erreicht, dass die interkantonale Zusammenarbeit gepflegt und Synergien genutzt werden konnten. Das Bundesgesetz und die in Aussicht gestellte Finanzierung hat die Akteure ausserdem dazu gebracht, in eine gemeinsame Richtung zu denken und zu handeln. So wurden in einem ersten Schritt insbesondere Kaderausbildungsgänge für Lehrpersonen und Weiterbildungsprojekte konzipiert und als Projekte eingereicht. Diese werden derzeit umgesetzt. Die "Interkantonale Koordinationsstelle EDK", die den Kantonen im Zeitraum der Initiative Unterstützung bei den Projekteingaben und -umsetzungen bietet, ist bereits reorganisiert worden und wird, wenn auch in einem bescheideneren Rahmen, ihre koordinierende und vernetzende Funktion für die Entwicklungen im Bereich der Ausbildung der Lehrpersonen weiterhin ausüben.
Austausch und Zusammenarbeit |
Nur wenn sich die Bildungsverantwortlichen weiterhin mit Überzeugung für diese gemeinsame Sache engagieren, wird das Bildungssystem Schweiz die Schülerinnen und Schüler zu einem sinnvollen Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln und damit auch zu einem nahtlosen Übertritt in die Arbeitswelt vorbereiten können.
An den obligatorischen Schulen und den Schulen der Sekundarstufe ll ist nach wie vor der Einsatz aller Bildungsverantwortlichen aus der Praxis, der Ausbildung, der Politik und der Forschung gefragt. Insbesondere die Arbeit der Lehrpersonen muss durch Kompetenzzentren mit Dienstleistungs- und Weiterbildungsangeboten unterstützt und begleitet werden.
Strategie und Vernetzung |

Die Entwicklung von Strategien ist für eine nachhaltige Nutzung der ICT im schweizerischen Bildungswesen von zentraler Bedeutung. Um diese Entwicklung besser steuern zu können, ist es wichtig, den Austausch, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Partnern zu fördern und die nationale und internationale Koordination voranzutreiben. Dabei werden von der Schweizerischen Koordinationskonferenz ICT und Bildung folgende Massnahmen empfohlen: das Erheben und Auswerten von Daten, das Identifizieren und Bilden von Kompetenzen, das Anregen und Begleiten von innovativen Projekten und das Umsetzen pädagogischer Modelle in die Praxis.
Die Mitglieder der Task Force ICT und Bildung haben an der Sitzung vom Februar 2004 beschlossen, dass die derzeitige gemeinsame Steuerungsarbeit in Form einer Task Force in eine dauernde feste Struktur übergeführt werden soll, in welcher Kantone und Bund nachhaltig zusammenarbeiten.Im November 2005 entstand aus der ehemaligen Task Force ICT und Bildung die Schweizerische Koordinationskonferenz ICT und Bildung.