Erfolgreiche SFIB-Fachtagung für ICT und Bildung
 |  | Über 180 Personen haben sich am 25. August 2010 in der UniS in Bern eingefunden um sich über das Thema "…ICT entwickelt Schule entwickelt ICT…" auszutauschen. Der Netzwerkanlass fand bereits zum 12. Mal statt. |
Nach der Begrüssung durch Robert Koller, Direktor von educa.ch und Caroline Delacrétaz, Projektleiterin, führten Andreas Fehlmann und Laurent Jauquier – beide wissenschaftliche Mitarbeiter von educa.ch – zweisprachig durch den Tag. Es ging nicht um Erfolgsrezepte oder vorgefertigte Konzepte, im Fokus stand vielmehr die gelebte ICT-Kultur. Um dieses Thema zu erörtern, hat die SFIB 35 Referentinnen und Referenten eigeladen.
Im Plenum: Jürg Fraefel und Marie-Christine Milot
Den Auftakt im Plenum bestritt Jürg Fraefel, Dozent an der Pädagogischen Hochschule Zürich. Er nahm das Publikum mit auf einen Rundflug auf mittlerer Flughöhe über die gebirgige Landschaft der ICT-Intetgration und Schulentwicklung Vier Thesen wurden entwickelt. Erstens: Medienentwicklung muss geführt werden, zweitens: es braucht vereinbarte Leitlinien, drittens: Lehrpersonen benötigen Unterstützung und viertens: Technik von Pädagogik trennen.
Marie-Christine Milot, Verantwortliche des "Bureau des usages et services numériques" des Französischen Bildungsministeriums präsentierte das B2i, das "Brevet informatique et internet", das die Integration von ICT im Unterricht fördert. Verantwortungsbewusstsein entwickeln, Autorenrechte respektieren, eine kritische Haltung gegenüber erstelltem Content bzw. erzielten Ergenbissen entwickeln – um solche und ähnliche Themen dreht sich das B2i. Spannend: Zu den einzelnen Unterrichtssequenzen wurden kurze Videos produziert.
Workshops und Diskussionsrunden
In den anschliessenden Workshops und Diskussionsrunden wurden die Zusammenhänge von ICT-Integration und Schulentwicklung aufgefaltet und Erfahrungen besprochen. Wie kann die ICT-Integration im Rahmen der Schulentwicklung konkret vonstatten gehen? Wer sind die Akteure dieses Schulentwicklungsprozesses, wer die weiteren Stakeholder? Muss alles vom Kollegium mitentwickelt werden, oder gibt es bereits erprobte Konzepte? Was unternehmen andere Schulen? Wer bietet Unterstützung? Diese und ähnliche Fragen wurden von den Leitenden der Workshops aufgegriffen und mit den Teilnehmenden diskutiert. Der lebhafte Erfahrungsaustausch in den angebotenen Veranstaltungen und die während den Pausen geknüpften Kontakte schaffen Übersicht, vermittelten neue Ideen, bestätigen das bereits Gemachte und ermöglichen es, die nächsten Schritte festzulegen und anzugehen.
In der Schlussrunde: Vertreter der Schulleitungen
Die Schlussrunde gehörte den Vertretern der Schulleitungen. Hans Jürg Grunder, Präsident des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Schweiz, und Claude-Alain Vuille, Präsident Schweizerische Direktorinnen- und Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen, blickten auf die Fachtagung zurück und bekräftigten die Wichtigkeit der ICT-Integration und des Zusammenhangs mit Schulentwicklungsprozessen. Beide wiesen jedoch auch auf Hindernisse hin, die es auf diesem Weg zu nehmen gilt. Hauptsächlich erwähnt wurden die hohe Komplexität, die den Einbezug von Experten notwendig macht, und die kurzen Innovationszyklen, die der nachhaltigen Nutzung der ICT in den Schulen oft entgegenstehen: Beides bringt zusätzliche Arbeitsbelastung für die Lehrpersonen, die die Grenze des Möglichen erreicht. Sowohl Hans Jürg Grunder als auch Claude-Alain Vuille zeigten sich aber zuversichtlich, dass ein für alle Beteiligten gangbarer Weg in der Diskussion gefunden werden kann – und die jährliche SFIB-Fachtagung leiste dazu einen wesentlichen Beitrag.
Tagungsplakat |
Kontakt |
Caroline Delacrétaz
Projektleitung SFIB-Fachtagung 2010
e-MailNadine Guldimann
Kommunikation
e-MailIrene Ziörjen
Koordination und Administration
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