ICT und Schulentwicklung
 
Mit "ICT" und "Schulentwicklung" bringt die SFIB-Fachtagung 2010 zwei Schlüsselbegriffe der Diskussion über Gegenwart und Zukunft unserer Schulen miteinander in Verbindung.

Auf der einen Seite steht "ICT" für sich rasant entwickelnde Informations- und Kommunikationstechnologien, deren Bedeutung für unsere Gesellschaft heute niemand mehr in Frage stellt. Schulen tragen hier die besondere Verantwortung, Wissen über und im Umgang mit ICT zu vermittelnund Schülerinnen und Schüler auf die sie erwartenden Aufgaben im Alltag vorzubereiten.

Auf der anderen Seite fasst "Schulentwicklung" die Erkenntnis zusammen, dass Schulen als lernende Organisationen zu verstehen sind und sich nur in einem entsprechend aufwändigen und langsamen Prozess im Einverständnis aller Beteiligten wandeln. Auf den ersten Blick scheinen Schulen daher wenig geeignet, den Rhythmus der ICT-Entwicklungen aufzunehmen und Schritt zu halten.
 
Defizite bei der Integration der ICT
Jüngste Untersuchungen im Bereich der ICT-Integration in den Unterricht zeigen denn auch Defizite der Schulen im Bereich der Förderung von "Computer Literacy" auf. Die 2009 von der SFIB durchgeführte Erhebung "Zusammenstellung der unterstützenden Massnahmen und Aktivitäten der Kantone zur Integration der ICT in den Unterricht" weist nach, dass Anspruch und Wirklichkeit trotz vermehrter Anstrengungen der letzten Jahre oftmals auseinander fallen. Andere Publikationen halten fest, dass Computer zwar inzwischen in den Schulen verfügbar sind, sie jedoch im Unterricht eher selten genutzt werden.
 
Neue Perspektive mit "Schulentwicklung"
Wo liegen die konkreten Gründe für diese wenig befriedigenden Ergebnisse? Und wie lassen sie sich verbessern? Die SFIB-Fachtagung 2010 greift diese Fragen auf und beleuchtet den Zusammenhang von ICT und Schulentwicklung auf differenzierte Weise.

Die SFIB-Fachtagung 2010 geht davon aus, dass die ICT Schulen auf allen ihren Ebenen bereits durchdringen. Der Umgang mit ICT ist ein markanter Teil der Schulkultur, unbesehen davon, ob eine Schule – überspitzt formuliert – in der Verweigerung verharrt oder alles daran setzt, auch die neusten technologischen Entwicklungen im Unterricht und in der Administration zu nutzen.
"Schulentwicklung" bietet die notwendigen Konzepte, Modelle und Instrumente um diesen Wandel bewusst zu gestalten: Im Wissen um die Ziele und unter Berücksichtigung der Möglichkeiten, die Menschen, Technik und Organisation einer Schule bieten.

Die SFIB-Fachtagung 2010 wirft einen neuen Blick auf den Zusammenhang von ICT und Schulentwicklung: Denjenigen, an dessen Horizont sich die Schule des 21. Jahrhunderts abzeichnet. Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen eine erste Skizze davon zu zeichnen.

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